Mobilität und Gesundheit

Gesundheitsprojekte in Ostafrika

Situation

"Die Fahrradambulanz ist der Retter unseres Dorfes und der umliegenden Gemeinden. Wir sind alle Subsistenzfarmer und haben keinen Zugang zu einem Auto oder einem Motorrad, um einen Patienten in die Gesundheitsstation zu fahren." 

  (Alice/Uganda by P. Kayemba FABIO)

 

Vor allem in ländlichen Regionen Ostafrikas sind Gesundheitsstationen kilometerweit entfernt. Da keine Transportmittel zur Verfügung stehen scheitert medizinische Grundver- sorgung oftmals an der Unfähigkeit größere Distanzen zu überwinden.

In Notfallsituationen haben die Patienten meist nur die Möglichkeit kilometerweite Strecken zu Fuß zu gehen um die Gesundheitszentren zu erreichen. Patienten die sich nicht mehr bewegen können werden gelegentlich auf einen Stuhl gebunden und den beschwerlichen Weg getragen, wenn sich genügend Freiwillige finden.

 

Ansatz …  

 

Mobilität und Kommunikation sind die Schlüsselfaktoren für eine bessere Er-

reichbarkeit von Gesundheitszentren in Notfallsituationen. An diesem Punkt setzt das Gesundheitsprojekt an.

 

Fahrradambulanzen bieten in abgelegenen, ländlichen Regionen Afrikas eine praktikable Möglichkeit, Notfallpatienten in die Gesundheitsstationen zu bringen. Sie können Distanzen von bis zu 20 km überbrücken. So verkürzt sie die Reisezeit und der Transport gestaltet sich für die Patienten angenehmer. Verletzte und Schwangere stellen die Mehrzahl der Passagiere dieser mit Liegefläche ausgerüsteten Fahrradanhänger.

 

Vorteile ..

 

  ... Im Vergleich zu motorisierten Optionen wie Motorrädern sind die Anschaffungskosten einer Fahrradambukanz gering und Reparaturkosten bezahlbar.

 

... Sämtliche Materialien und Ersatzteile sind auf den örtlichen Märkten erhältlich.

 

... Fahrradamulanzen können von den ehrenamtlich arbeitenden Gesundheitsteams in den Gemeinden selbst instand gehalten werden und sind noch nach Jahren im Einsatz.

 

 

Projektregionen

Das Team der EURIST Make A Move Kampagne arbeitet gemeinsam mit lokalen gemmeinnützigen lokalen Organisatinen an der Förderung an der Durchführung von Fahrradambulanzprojekten in Ghana, Senegal und Uganda.

 

In Ghana kann eine einzelne Krankenschwester auf einem Fahrrad eine ganze Region um ein Gesundheitszentrumversorgen. Die Kapazitäten des Gesund-heitsservices konnte sich dadurch um das achtfache verbessern!

 

In Uganda stellt unsere Partnerorganisation FABIO (First African Bicycle Information Office) bereits seit einigen Jahren Fahrradambulanzanhänger her. Eine Ambulanz in Katakwi District wird im Monat bis zu sechs mal im Monat für einen Notfalltransport im ländlichen Raum verwendet. 

 

Portrait

Gesundheitsarbeiterinnen wie Alungat Scolistica arbeiten freiwillig und sind die Kontaktpersonen für erste medizinischer Auskünfte. Ist kein anderes Verkehrsmittel zur Verfügung steht, ist  sie zu Fuß unterwegs.

 

Durch ein Fahrrad können Gesundheits- arbeiterinnen mehr kran-

ke Menschen besuchen in einer kürzeren Zeit besuchen und so mehrere Patienten versorgen.Stehen zusätzlich Fahrradambulanzen zur Verfügung, kann ein Notfalltransport zu organisiert werden. Lesen Sie mehr über Alungats Einsatz.

 

 

 

Bilder

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